Gedenkstättenfahrt nach Krakau (Polen) – Erinnern, Verstehen, Weitergeben

Ein Beitrag von Alexia Kaplan, 10a

Im Rahmen unserer einjährigen „AG Gedenkstätten“ fuhren wir Mitte November nach Polen, um die Stadt Krakau (polnisch: Krakow) zu besuchen. Vor Ort waren wir im Oskar-Schindler-Museum sowie in den ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz und Birkenau. Diese Fahrt war für mich eine sehr eindrucksvolle und lehrreiche Erfahrung, die mir die Geschichte des Nationalsozialismus auf eine ganz neue Weise nähergebracht hat.

Zu Beginn unserer Fahrt besuchten wir das Schindler-Museum. Dort erfuhren wir viel über das Leben in Krakow´ während der Zeit der Besetzung durch die Deutschen, über das jüdische Leben und auch über Oskar Schindler, der vielen jüdischen Menschen das Leben rettete. Besonders eindrucksvoll war, wie anschaulich die Geschichte durch die vielen Bilder mit kleinen Textanhängen erzählt und veranschaulicht wurde. Es gab auch nachgebaute Räume, in denen man sehen konnte, wie es damals aussah und wir bekamen eine Vorstellung davon, wie die Menschen  gelebt und gelitten haben.

Der Besuch von Auschwitz und Birkenau war für mich der emotionalste Teil der Fahrt. Obwohl man im Unterricht und in der AG schon viel über diesen Ort gelernt hat, erschien es bis dahin immer noch nicht real. Es ist etwas völlig anderes, selber dort zu stehen. Die Größe des Geländes und die vielen erhalten Gebäude haben mir gezeigt, welches Ausmaß die Verbrechen hatten. Besonders in Birkenau wurde mir bewusst, wie systematisch und unmenschlich dort vorgegangen wurde.

Diese Gedenkstättenfahrt war nicht nur eine beindruckende Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine wichtige Erfahrung für die Gegenwart. Nur wenn man an die Geschichte erinnert, wird so etwas nie wieder passieren. Die Fahrt hat mir deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich mit solchen Erinnerungen auseinanderzusetzen.

Also bin ich dankbar, dass ich an dieser Fahrt teilnehmen durfte.